14-Jähriger wird von Prostituierter vor die Tür gesetzt und ruft die Polizei

Was er sich dabei nur gedacht hat… Im Braunschweiger Rotlichtviertel kam es am vergangenen Sonntag zu einer erotischen Anbahnung der jugendlichen Art. Die Geschichte könnte zwar nicht banaler sein, dennoch hat sie wahrscheinlich wegen ihrer Seltenheit die Aufmerksamkeit der deutschen Medien mehr als auf sich gezogen. Dann wollen wir mal mitmischen in der Berichterstattung: Da machte sich also ein 14-jähriger Bursche auf um in die Bruchstraße sexuelle Erfahrungen bei/mit einer Hure zu sammeln. Mit der Lüge 20 Jahre alt zu sein schaffte er es sogar in eines der Etablissements. Dort angekommen, so die Presseberichte, kam es wohl zur Anbahnung mit einer 53-jährigen Prostituierten. Es wurden 20 Euro übergeben. Den vereinbahrten Dienst – wie auch immer geartet – gab es nicht. Hingegen wurde der Heißsporn von seiner „Gespielin“ im Streit auf die Straße gesetzt. Sich im Recht glaubend rief der 14-Jährige schließlich die Polizei. Nur hat er wohl nicht bedacht, dass Bordelle und Co. als jugendgefährdende Orte gelten. Anstatt ihm Beistand zu leisten, sprachen die Ordnungshüter einen Platzverweis aus und geleiteten ihn zur nächsten Bushaltestelle.

Der weitere Verlauf des mutigen Ausflugs ist nicht bekannt. Auch nicht die Beweggründe des Jugendlichen. War es Mut, eine Wette, Verzweiflung oder Blauäugigkeit? Auch wenn es der Traum vieler heranwachsenden Jungen ist, erotische Erfahrungen mit einer Frau zu sammeln (wenn auch nicht unbedingt mit einer, die die Großmutter sein könnte), bleibt das Wagnis eine Sexarbeiterin aufzusuchen normalerweise im Reich der Phantasie. Respekt für den Mut. Leichtes Kopfschütteln wegen der Leichtgläubigkeit. Schmunzeln ob der Aktion, die Polizei zu rufen. Und schließlich den Rat, seine Avancen zukünftig bei Singlemädels zu machen und die finger vom Bezahlsex zu lassen. Im Jugendalter sollte immerhin Romantik an erster Stelle stehen…

 

rmv