Vielleicht hat sich ja mal der ein oder andere Sexworker gefragt, welche Partei man eigentlich wählen kann, wenn die eigenen Arbeitsrechte vertreten und gestärkt werden sollen. Bislang kommen da auf Bundesebene eher nur die Oppositionsparteien Die Linke und Bundnis 90 die Grünen in Frage. Zumindest haben deren Bundestagsabgeordnete sich in punkto  ProstSchG klar gegen das Gesetz und für eine arbeitsrechtliche Gleichstellung der Prostituierten positioniert. Wenn auch auf Landesebene nicht immer ein gemeinsamer Nenner zur Prostitution gefunden wird.  Extremes Negativbeispiel ist da sicherlich die Wiesbadener Lokalpolitikerin Manuela Schon (Die Linke – bis 2017?), die seit Jahren mit fragwürdigen und wahrheitsverzerrenden Methoden ihre Abneigung gegen Sexarbeit verbreitet (u.a. über das Projekt „Abolition 2014“). Selbst bezeichnet sich die aktuell im Amt der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Darmstadt befindliche Soziologin übrigens als Radikalfeministin. Aber Schluss, jetz soll Frau S. keine Plattform geboten werden… Zurück zum Eigentlichen.

Neuestes Mitglied im politischen Geschehen (wenn auch schon seit 2014) ist die noch kleine Partei „Die Humanisten“. Auf ihrer Agenda positionieren sie sich klar für eine selbstbestimmte Sexarbeit (siehe hier). U.a. heißt es:

„Wir treten für ein liberales Deutschland ein, in dem Menschen selbst über ihren Körper bestimmen können. Wir fordern eine Gleichstellung von Sexarbeit mit allen anderen Berufen. Es ist es ein Job wie jeder andere. Für geleistete Arbeit erhält man ein Dienstleistungs-Honorar. Regulierungen in dieser Branche sind sehr wichtig, sollten aber stets den Schutz der Sexarbeiter im Fokus haben. Sie sollen ihren Job frei von gesellschaftlicher Ächtung oder staatlicher Bevormundung ausüben können.“

Wäre doch mal eine Idee für die diesjährige Europawahl…

rde