Frauengruppe der Gewerkschaft der Polizei positionierte sich auf dem 6. Bundesfrauenkongress

Am 17. und 18. März 2014 fand in der Brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam der mittlerweile 6. Bundesfrauenkongress der Gewerkschaft der Polizei (GdP) statt. Unter dem Motto  „Mit uns Frauen in die Zukunft“ trafen mehr als 100 weibliche Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, welche die 40.000 in der GdP organisierten, weiblichen Polizeibeschäftigten repräsentieren.

Eines von vielen getroffenen Statements war das zum Thema Prostitution. Wie es auf der Website der GdP heißt, wurde sich klar „gegen ein Verbot der Prostitution und gegen eine generelle Bestrafung von Freiern ausgesprochen“.

Entgegen in den Medien häufig anders lautenden Behauptungen erklärte die Vorsitzende der GdP-Frauengruppe, Dagmar Hölzl: „Die Erfahrungen aus Schweden zeigen, dass Prostitution durch die Bestrafung der Freier nicht einfach verschwindet – sie verlagert sich nur in den Untergrund. Dies jedoch kann gerade für die im Sexgewerbe tätigen Frauen nicht die Lösung sein.“ Die Folge wäre neben einer Kriminalisierung der Freier auch eine Kriminalisierung der Prostituierten, so Hölzl.

Hierzu sprach sich die GdP-Frauengruppe für eine Weiterentwicklung des Prostitutionsgesetzes aus – im Sinne einer Verbesserung der Lebenssituation. Dagmar Hölzl wird auf gdp.de weiter zitiert: „Notwendig ist eine Erlaubnispflicht für Prostitutionsstätten mit klaren Vorgaben und Mindeststandards. Nur so kann geprüft werden, ob in diesen Betrieben geregelte Arbeitsbedingungen wie Sicherheit für die Prostituierten, Hygiene und bezahlbare Mieten, gewährleistet sind.“ Daneben wurde in Potsdam für eine Sozialversicherung für Prostituierte sowie regelmäßige Angebote für Gesundheitsuntersuchungen und Beratung außerhalb der Arbeitsstätten plädiert.

Wenn das nicht mal eine Interessante Wende in der kontrovers und teilweise scheinmoralisch, zu Lasten der Sexarbeiter/innen geführten Prostitutionsdebatte ist… Zumindest dar man hoffen, dass diese Positionierung zu einer Wende führen wird.

rmv