Wenn der „Tatort“ das Talkthema bei Jauch vorgibt

… Gerade erst debattierte man in Günter Jauchs gleichnamiger Talkshow über das Für und Wieder von Prostitution. Dies genau im Anschluss an einen „Tatort“, in der es um sogenannte Loverboys ging. Knapp ein Jahr zuvor liefen zwei Tatorte mit den Titeln “Wegwerfmädchen” und “Das goldene Band”. Auch damals stritt man ausgiebig in Jauchs Runde.

Wollte ich eine Prognose stellen, folgt demnächst eine weitere Ausgabe „Günther Jauch“ zu selbigem Thema. Denn der WDR produziert aktuell einen Münsteraner Tatort, in welchem es um ein in Planung befindliches Freudenhaus inmitten einer ländlichen Dorfidylle gehen soll. Natürlich sollen auch nicht Mord und Korruption fehlen. Ein weiterer Tatort im Rotlichtmilieu steht also an, gilt gleiches dann auch für Jauch?!

Die bisherigen Sendungen titelten da: “Tatort Rotlichtmilieu – wie brutal ist das Geschäft mit dem Sex?” und “Großbordell Deutschland – muss Prostitution verboten werden?”

Weitere reißerische Aufmacher sind doch locker zu finden. Schließlich will man ja Polisieren. Und falls man bei Jauch keine Ideen mehr hat, dann springt ganz bestimmt die Konkurrenz ein. So brachte „Eins gegen Eins“ (Sat 1) erst kürzlich eine Ausgabe mit dem Titel „Muss Prostitution verboten werden?“. Im Letzten Jahr hieß es bei Maischberger (ARD) „Ob Billigsex oder Edelpuff: Schafft Prostitution ab!“. Lediglich die WDR Talkshow „West Art“ gab sich da neutraler. Dort fragte man sich und seine Gäste: „Untern Strich – Was hat die Legalisierung der Prostitution gebracht?“.

rmv