Keine stabile Struktur für die Anmeldung von Sexarbeitern und Bordellen in Berlin

Die Berliner Zeitung sagt es heute wie es ist: Das Prostituiertenschutzgesetz hat versagt. In der Onlineausgabe der Zeitung berichtet Journalistin S. Perdoni über die gescheiterten Umsetzungsversuche und den bisherigen Werdegang des Gesetzes in der Bundeshauptstadt. So haben sich in Berlin bislang erst 76 Prostituierte und 87 Bordellbetreiber angemeldet bzw. haben es versucht. Denn anstatt allgemeingültige Dokumente/Unterlagen zu bekommen – in Berlin haben die Behörden vorerst nur „komplizierte Zwischenlösungen“ – haben sie nur „eine Bescheinigung darüber, dass sie versucht haben, sich zu registrieren“ bzw. ein vorläufiges Papier namens „Genehmigungsfiktion“ erhalten.

Die Autorin schreibt, wie es ist. Der Berliner Senat wollte das Gesetz nicht, wurde vom Bund jedoch ignoriert. Nun hantiert der Stadtstaat mit Behelfslösungen herum. Es herrschen „offene Fragen, Streit um Geld und unklare Zuständigkeiten“, die Verwaltungen und Bezirke setzen das Gesetz nur „langsam und unstrukturiert“ um und bis zum Ende der Übergangsfristen am 1. Januar wird es in Berlin voraussichtlich „keine stabile Struktur für die Anmeldung von Sexarbeitern und Bordellen“ geben.

Hier gehts zum Artikel „Hurenpass“ Unterm Strich versagt das Prostituiertenschutzgesetz bisher.

 

rmv