Jede dritte Hure aus Osteuropa war noch nie beim HIV-Test

Eine Befragung durch Mitarbeiter des von der EU geförderten, mehrjährigen Projektes „BORDERNETwork“ ergab, dass etwa jede dritte Sexarbeiterin (vorwiegend aus Polen, der Ukraine und Bulgarien stammend) noch nie einen HIV-Test machen lassen hat. 43 Prozent dieser Frauen hätten auch keine Krankenversicherung. Wie die Märkische Oderzeitung informiert, seien die Zahlen nun in der Studie über „Sexarbeit im grenzüberschreitenden Raum“ veröffentlicht worden. Weiterhin hätte die Befragung ergeben, dass unter den befragten Frauen einige Hepatitis B oder C oder auch  Syphilis hätten, so die Tageszeitung. Die Abtreibungsraten seien ebenfalls eklatant hoch.

Und das, obwohl Gesundheitsbehörden und „Aids-Hilfe“ kostenfreie HIV-Tests anbieten. In diesem Zusammenhang soll noch einmal auf das Angebot der AIDS-Hilfe Westmecklenburg hingewiesen. Der nächste Termin für eine Beratung sowie einen HIV-Schnelltest ist der 19. Februar, von 15 bis 17 Uhr.
Beratung und Test finden im Gesundheitsamt Wismar, Hinter dem Rathaus 15, 1. OG statt und sind vollkommen anonym. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Leider kursiert unter vielen Menschen die fälschliche Annahme, HIV und Aids seien Heilbar. Auch bei weiteren Geschlechtskrankheiten wie Syphilis herrscht der Glaube, dies sei mit einem schnellen und kurzen Besuch beim Arzt erledigt. Wir können immer nur zum umsichtigen Denken anmahnen. Bitte ausschließlich nur Safer-Sex!

rmv