Thema am 09. und 10. Februar 2017: „Das Prostituiertenschutzgesetz“

 

Das Gleichstellungsbüro der Universität Leipzig veranstaltet vom 09. bis 10. Februar 2017 eine internationale und interdisziplinäre Tagung mit dem Thema „Das Prostituiertenschutzgesetz“. Laut Veranstaltern soll das Gesetz einer „kritischen Analyse unterzogen“, die „Implementierungsstrategien herausgearbeitet“ und die „Umsetzungsprobleme der Länder besprochen“ werden. „Fokus und roter Faden der Tagung soll dabei die Frage nach dem bestmöglichen Schutz von Sexarbeiter*innen sein“, heißt es auf der Webseite gleichstellung.uni-leipzig.de.

Apropos kritische Auseinandersetzung: gleich zu Beginn unterläuft den Verantwortlichen ein nicht unerheblicher Fehler. Da heißt es:

„[…] soll das 2016 reformierte Prostitutionsgesetz, das seither den verheißungsvollen Namen Prostituiertenschutzgesetz trägt,[…]“

Aber: das Prostitutionsgesetz wurde nicht reformiert und in Prostituiertenschutzgesetz umbenannt! Ersteres (von 2002; offiziell: „Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten“) wird weiterhin Bestand haben, wird sogar im Paragraphen abgeändert. Letzteres heißt offiziell „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ und tritt einfach nur zusätzlich in Kraft.

Naja, bleibt zu hoffen, dass man bei der morgen beginnenden Veranstaltung, inklusive Vorträge und Workshops, besser vorbereitet ist. Davon gehe ich aber aus, immerhin sind die Referenten keine Unbekannten. Angekündigt sind u.a. Ban Ying, KOK, Terre des Femmes, BesD und Doña Carmen.

Zur Ankündigung geht es hier: http://www.gleichstellung.uni-leipzig.de/veranstaltungen/tagung-prostituiertenschutzgesetz/

 

rmv