Ehemalige Pornodarstellerin und Prostituierte hetzt gegen Ausländer

26/03/2014 | 10:29 Uhr

Das rechtsradikale Lager hingegen wirft der unter dem Pseudonym „Kitty Blair“ bekannten Ina Groll „Rassenschande“ vor

Ina Groll, 29 Jahre alt, ehemalige Pornodarstellerin und Sexworkerin (zumindest wenn man ihr Engagement bei GangBang-Partys als solches auffasst) macht zunehmend durch Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Allerdings rigoros durch Negativschlagzeilen. Denn die attraktive Blondine tritt seit 2013 öffentlich für die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) auf. Zwar ist sie kein Mitglied der rechtsextremen Partei, dennoch wirbt sie aktiv für diese. Auch auf ihrer Facebook- und Google+ Seite verbreitet sie gängige NPD-Parolen und rechte Propaganda, hetzt gegen Ausländer, posiert in Klamotten der rechtsextremistischen Hooligan-Band „Kategorie C“ zusammen mit anderen NPD-Anhängern und kämpft, wie sie sagt „für deutsche Interessen“.

Mediale Aufmerksamkeit erlangte Ina Groll, die früher unter dem Pseudonym „Kitty Blair“ ihr Geld mit Sex verdiente und angeblich auch in der RTL2-Sendung „Frauentauch“ zu sehen war, allerdings erst richtig, nachdem aus eben jenem rechtsextremistischen Lager selbst ein Shitstorm auf sie hereinbrach. Grund: ihr wird vorgeworfen als für ihre Pornofilme auch Sex mit dunkelhäutigen Darstellern gehabt zu haben, was in radikalen Kreisen als sogenannte „Rassenschande“ gesehen wird. Angeblich habe nun auch die NPD Frau Groll zur „unerwünschten Person“ erklärt. Dennoch steht Groll weiter zu jenem von der Partei propagierten völkischen Nationalismus und auch zur NPD selbst. Bis jetzt…

Dass Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Geschichtsrevisionismus und falscher Nationalstolz keine Wege sein können um soziale und kulturelle Probleme zu lösen steht außer Frage. Gleichwohl können Gewaltandrohungen und Hetze, die über soziale Netzwerke etc. verbreitet werden, niemals ein sinnvoller Leitgedanke für ein gesundes Miteinander sein(das gilt genauso für die lichsextreme Fraktion). Wo die jeweiligen Ursachen für den Glauben an eine radikale Ideologie, wie sie NPD und Co. vertreten, liegen, ist wohl von Person zu Person unterschiedlich. Zu leicht wäre es Menschen wie Ina Groll Dummheit oder Bösartigkeit vorzuwerfen. Vielleicht ist sie, wie viele andere auch, aufgrund von sozialer Unzufriedenheit auf die Propaganda der Rechten hereingefallen. Vielleicht haben sie ihre Freundeskreise auf eine bestimmte Art indoktriniert. Vielleicht war es auch was anderes.

Wie dem auch sei, rechter Aktivismus – genährt durch Falschbehauptungen und Fehlinformationene – führt zu nichts, außer zu mehr Gewalt und Hass. Als ehemalige in der Sexbranche arbeitende Person sollte Frau Groll doch wissen, wie es ist, mit Vorurteilen und unbegründeten Anschuldigungen (ob nun von Seiten diverser konservativen oder religiösen Lager) konfrontiert zu werden. Oder gerade jetzt, wo jener nationalistisch gesinnte Shitstorm ihre Person auf niederträchtigste Art und Weise verunglimpft.

Wenn das ganze Thema mit der NPD nicht so ernst wäre, müsste man aufgrund seiner inhaltlichen Albernheit und Dummheit stundenlang darüber lachen …

rmv