Diskussionsveranstaltung im Frauenbüro der Hansestadt Lübeck

16/11/2015 | 15:53 Uhr

Diplom Soziologin Beate Leopold informiert über das Prostitutionsschutzgesetz

 

Wie und überhaupt, müssen Prostituierte geschützt werden? Und welche konkreten Maßnahmen würden den überwiegend Frauen helfen? Das will man auf der heute Abend (16.11.2015, ab 19 Uhr) stattfindenden Informations- und Diskussionsveranstaltung, organisiert vom Frauenbüro der Hansestadt Lübeck, herausfinden. Titel des Abends: „Das Prostitutionsschutzgesetz – was heißt das für Lübeck?“. Veranstaltungsort ist die Volkshochschule, Hüxstraße 118-120.

Als Rednerin und Expertin ist die Diplom Soziologin Beate Leopold geladen. Die 60-Jährige arbeitete von 2004 bis 2005 im Team des Sozialwissenschaftlichen Frauenforschungsinstituts SoFFI K. an der Evaluation des Prostitutionsgesetzes. 2007 folgte ein wissenschaftliches Gutachten im Auftrag des Bundesverbandes sexuelle Dienstleistungen mit dem Titel „Berliner Wohnungsbordelle in Wohn- und Mischgebieten“. In den Jahren 2010-2014 leitete sie das bundesweite Modellprojekt „Opera“ zur beruflichen Neuorientierung von Prostituierten in Nürnberg. Leopold ist zudem Mitarbeiterin der Nürnberger Beratungsstelle Kassandra.

Außerdem im Publikum: lokale Expertinnen des Frauennetzwerks zur Arbeitssituation, der Fachstelle gegen Frauenhandel in Schleswig-Holstein „Contra“ und des Lübecker Gesundheitsamtes. Angekündigt sind auch Beraterinnen der Frauenberatungsstelle der Vorwerker Diakonie, die unter anderem Frauen mit Berührung zur Prostitution berät, sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck.

Die Veranstaltung, die vom Frauenbüro der Hansestadt organisiert wird, findet in Kooperation mit der Frauenberatungsstelle der Vorwerker Diakonie und der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein statt.

 

Übrigens, ein ausführliches und aufschlussreiches Interview mit Beate Leopold (aus dem Jahr 2013) ist noch auf den Seiten von Deutschlandradio Kultur zu finden. Außerdem lesenswert: die von „Kassandra“ veröffentlichte  Stellungnahme zum Entwurf des Prostituiertenschutzgesetzes.

 

rmv