Die 17. Venus ist vorbei

21/10/2013 | 16:17 Uhr

Ein Rückblick aus Rotlicht-MV Sicht

Wir waren da! Das erste mal hatte Rotlicht-MV einen eigenen Stand auf der Berliner Erotik- und Lifestylemesse „Venus“. Auf 8 Quadratmetern inmitten der Messe-Area (Halle 20) zeigten wir Präsenz, knüpften Kontakte und verteilten ohne Ende Give-aways. War schon echt schlauchend, vier Tage am Stück, jeweils bis zu 11 Stunden die Messebesucher auf unsere Portale aufmerksam zu machen. Ja, Portale, denn auch unseren Onlineshop Ewa’s Erotikboutique haben wir beworben. Ein großer Dank gilt hier einmal den Veranstaltern. Denn mit viel Engagement und Professionalität haben die Verantwortlichen der Venus eine gelungene Messe realisiert und sich liebevoll um die Aussteller bemüht.

Unser Fazit fällt insgesamt sehr positiv aus. Wir haben Spaß gehabt, viele interessante Acts und Shows gesehen, sympathische Fachhändler, Darsteller und Mitarbeiter kennengelernt und und und. Aber vor allem sind wir total begeistert über die Menge an freundlichen und aufgeschlossenen Besuchern. Es war ein einziger Bilderreigen an unterschiedlichsten Menschen, Fetischen, sexuellen Neigungen und Persönlichkeiten. Von Jung bis alt, ob Schlank, beleibt, groß oder klein, ob Mann, Frau oder Trans, ob bizarr oder bider – die Venus zog alle an. Ja, Erst auf der Venus merkt man, wie vielfältig und bunt der Mensch sein kann.

Zur Messe gab es aber auch einige Kritikpunkte, die immer wieder – vor allem von einigen Stammbesuchern – aufkamen. So wurde hin und wieder die Minimierung der Messefläche oder das Fehlen von internationalen Stars aus Übersee bemängelt. Aber das ist sicherlich ein Punkt, den es in Zukunft zu Lösen gilt. Denn nicht nur bei den DarstellerInnen fehlte es an US-Prominenz, auch immer mehr Fachhändler und Unternehmen haben sich in den letzten Jahren zurückgezogen (das haben wir ja schon 2012 festgestellt), womit die Venus einiges von ihrer einstigen Größe eingebüßt hat.

Dennoch: Die 17. Venus war gelungen! Wie heißt es so schön: gerne wieder.

rmv

Nachtrag: Ein Kuriosum, vor allem des ersten Messetages, ist vielleicht noch zu erwähnen: Es war schon erstaunlich, wie viele Leute mit einem Presseausweis herumliefen. Da müsste ja wirklich fast jedes Zeitungshaus sowie jeder Fernseh- und Radiosender einen Vertreter entsandt haben. Zudem zeigten einige dieser „Presseleute“ nicht mal ansatzweise ambitionen journalistisch oder fotographisch in Erscheinung zu treten – jedenfalls nicht mehr als der gemeine Messebesucher …