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  • 04/01/2017 - Expertenrunde zum ProsSchG am 4. März 2017 in Berlin

    BERLINintim lädt zum Tagesseminar mit Holger Rettig, Marko Doerre, Stephanie Klee u.a.

     

    Am Samstag, dem 4. März 2017, findet in Berlin-Charlottenburg ein Tagesseminar zum neuen Prostituiertenschutzgesetz statt. Auf Einladung von Berlin Intim beschäftigt sich die Expertenrunde mit dem zum 1. Juli 2017 Inkrafttretenden Gesetz. Angekündigt sind verschiedene Fachvorträge, offene Diskussionen und Gesprächsrunden. Auf der dazugehörigen Seite rotlicht-trifft-blaulicht.de heißt es:

     

    Liebe Rotlichter und Erotikdienstleister, sehr geehrte Steuerberater und Rechtsanwälte,

    das neue Prostitutionsschutzgesetz ist da. Und es ist gelinde gesagt, eine schwere Bürde für alle in der Branche tätigen. ProstSchGEs betrifft alle hier tätigen Dienstleister, auch Massagesalons und Dominastudios. Bordelle, Zimmervermietungen, Studios, Salons und Agenturen müssen eine Erlaubnis (Konzession) beantragen Modelle, ob Callgirls, Masseurin oder Domina, alle müssen sich registrieren.

    Das Gesetz verlangt von allen hier tätigen Dienstleisterinnen künftig verpflichtet, sich alle zwei Jahre bei den Behörden zu melden und einmal pro Jahr zum Gesundheitsamt zu gehen. Für 18- bis 21-Jährige gelten noch kürzere Intervalle. Auch die Eröffnung eines Bordells oder Zimmervermietung ist künftig nur noch mit Erlaubnis der Behörden zulässig. Der Betreiber muss sich einer einer Zuverlässigkeitsprüfung unterziehen. Auch Betreiber, die bereits ein Bordell (Prostitutionssstätte) führen, brauchen eine Konzession. Aber wo registriere ich mich? Wo beantrage ich eine Konzession?Fragen über Fragen. Unsere Experten werden Antworten geben.

    Die Experten sind:

    – Holger Rettig, Unternehmerverband Erotikgewerbe Deutschland)
    – Marko Doerre, Rechtsanwalt
    – Howard Chance, Publizist
    – Uwe Kaltenberg, Bundesverband Erotikhandel
    – Stephanie Klee Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e.V.
    Außerdem sind verantwortliche Mitarbeiter der Berliner Polizei oder der Verwaltung eingeladen.

    Termin: Samstag, 4.3.2017 ab 10:00 Uhr in Berlin-Charlottenburg.
    Ort: Mercure Hotel Berlin City West, Ohmstraße 4-6, 13629 Berlin

    Anmeldung: Für dieses Seminar ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Die Gebühren für das Seminar sind im Voraus zu entrichten.

    Die Teilnahmegebühren betragen: 60 € für alle Teilnehmer (inkl. 19 % MwSt)

    Die Zahl der Gäste ist auf 60 Personen beschränkt. Wenn wir alle Plätze voll haben, besteht keine Möglichkeit mehr, sich für dieses Seminar zu registrieren. Aufgrund der erheblichen Kosten für das den Veranstaltungsort, können Anmeldungen nicht mehr storniert werden.

    In den Seminargebühren sind folgende Leistungen inklusive: Fingerfood, Informationen, Unterlagen, Kaffee/Getränke

    Bitte melden Sie sich per Mail web@berlinintim.de oder telefonisch (030/28509754) an.

  • 12/12/2016 - „Sexarbeit zwischen Legalisierung und Selbstermächtigung“

    Podiumsdiskussion zum ProstSchG auf vimeo.com einsehbar

    Im Rahmen des im July 2016 in München durchgeführten Festivals „Body Talks“ fand auch eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Prekäre Körper – Sexarbeit zwischen Legalisierung und Selbstermächtigung“ statt. Dabei debattierten mehrere ausgewiesene Expertinnen über das neue „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ (Prostituiertenschutzgesetz – ProstSchG). Im Einzelnen waren das Sonja Dolinsek (menschenhandelheute.net), Tanja Sommer (BESD), Sybille Homt (Gesundheitsamt Dresden), Dr. Bärbel Uhl (Politikwissenschaftlerin) und Kristina Marlen (examinierte Physiotherapeutin und Sexarbeiterin, BESD). Die Moderation übernahm die Autorin und Kulturwissenschaftlerin Mithu M. Sanyal.

    Die eineinhalbstündige Diskussion wurde kürzlich auf Vimeo online gestellt. Schaut sie euch unbedingt an, wenn ihr euch zum Thema informieren wollt! Hier der Link: https://vimeo.com/190124890

  • 02/12/2016 - NDR berichtet über Sexarbeit in Schleswig Holstein

    Am heutigen Freitag hat der NDR einen Artikel von Jörn Schaar unter dem Titel „Streit um Schutz für Prostituierte“ veröffentlicht. Thema ist vordergründig die Gesetzeslage zur Sexarbeit aber ebenso Frauenhandel, Ausbeutung und Gewalt am Beispiel Schleswig Holstein. Obwohl ich mal wieder finde, dass zu sehr eine Vermischung von Menschenhandel und Sexarbeit stattfindet, ist der Artikel insgesamt aber in Ordnung. So geht der Autor auch auf die durch das kommende ProstSchG nahenden Datenschutz- und Grundrechtsverletzungen sowie die zu erwartenden Zwangsoutings und Stigmatisierungen ein. Auch wenn er dabei nur an der Oberfläche der Problematik kratzt…

    Der Ganze Text sowie ein kurzer Audiobeitrag ist über folgenden Link zu erreichen:
    https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Streit-um-Schutz-fuer-Prostituierte,prostituiertenschutzgesetz100.html

  • 30/11/2016 - Am 01. Dezember ist Welt-AIDS-Tag

    „Positiv zusammen leben“ – gegen Ausgrenzung und für mehr Solidarität

     

    Weltweit leben etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV. Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind es in Deutschland 85.000. Etwa 30.000 Menschen sind seit Anfang der 1980er Jahre in der Bundesrepublik an den Folgen von AIDS gestorben. Das es nicht noch viel mehr sind, ist im Besonderen auch der Forschung, der immer besseren Medikation und der zahlreichen Aufklärungskampagnen zu verdanken.

    Doch obwohl das Humane Immundefizienz-Virus sowie das Acquired Immune Deficiency Syndrome so gut erforscht sind, kursieren zahlreiche Vorurteile und Halbwahrheiten umher. Betroffene bzw. erkrankte werden noch immer mit Stigmatisierungen und Ausgrenzungen konfrontiert. Um hier präventiv einzugreifen, sind Maßnahmen sowohl für Jugendlichen als auch für volljährige Bundesbürger erforderlich. In Deutschland setzen sich das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein. Höhepunkt ist der Welt-AIDS-Tag, am 01. Dezember.

    Unter dem Motto „Positiv zusammen leben“ soll die diesjährige Kampagne gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV aufmerksam machen. Sie will Solidarität fördern und Mut machen.

     

    Mehr Informationen zu HIV/ AIDS unter:

    https://www.welt-aids-tag.de/
    www.liebesleben.de

    Facebook: https://www.facebook.com/WeltAidsTag) und
    Twitter: @weltaidstag.de

     

    Auch in MV informieren am morgigen Donnerstag wieder verschiedene Beratungsstellen rund ums Thema. Unter anderem sind das:

     

    Wismar
    Die AIDS-Hilfe Westmecklenburg bietet von
    9 – 12 Uhr Beratung zu Sexualität, HIV und AIDS, Geschlechtskrankheiten
    15 – 17:30 Uhr Anonyme HIV-Schnelltests
    15 – 18 Uhr einen Informationsstand am Rathaus: „Wismar zeigt Schleife“
    In den frühen Abendstunden wird eine große AIDS-Schleife aus Stoff und Lichtern in der Fußgängerzone nachgebildet. Sie soll das Bewusstsein für die noch immer tödliche Infektion wecken. Die AIDS-Schleife ist das Zeichen der Solidarität mit Menschen mit HIV und AIDS. Sie symbolisiert die Verbundenheit mit den mit HIV Infizierten, den bereits an AIDS Erkrankten und denen die in Folge der Infektion verstorbenen sind. Sie steht als internationales Zeichen für den Kampf gegen HIV und AIDS.“

     

    Schwerin
    Die AIDS-Hilfe Westmecklenburg bietet von
    9 – 12 Uhr Beratung zu Sexualität, HIV und AIDS, Geschlechtskrankheiten

    Der Klub Einblick e.V. ist ab
    16 Uhr mit einem Informationsstand auf dem Schweriner Weihnachtsmarkt vor der alten Post vertreten.

     

    Rostock
    Angebot der Beratungsstelle für sexuelle übertragbare Infektionen und AIDS des Gesundheitsamtes Rostock:
    Beratung zu STI sowie kostenlose und anonyme HIV-Antikörpertests

     

    Eine Übersicht über MVs Beratungsstellen findes Du hier:

    http://www.rotlicht-weblog.de/krankheit-psychische-probleme-gewalt-existenzsicherung-wo-bekomme-ich-hilfe/

     

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  • 24/11/2016 - Greifswalder CDU mit gestrigem Sexualverständnis

    Lokalpolitiker stoßen sich an Anti-Aids-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

     

    Am vergangenen Dienstag hat die Greifswalder CDU-Bürgerschaftsfraktion einen offenen Brief an den Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe veröffentlicht. Darin beschweren sich die Christdemokraten gegen eine Plakataktion zur Aids- und HIV-Prävention der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie das Nichthandeln des Greifswalder Bürgermeisters. So wären auf den Plakaten obszöne Comics abgebildet, die durch eine Darstellung „pornografisch akrobatischer“ Handlungen entwicklungsschädigend für Kinder und Heranwachsende seien.

    Unter anderem heißt es in dem Brief:

    „Darstellungen in dieser Form widersprechen einem altersabhängigen Verständnis in der Entwicklung von Kindern und senken die Schwelle der Heranwachsenden für Pornographie und Umgang zu diesem Themenkreis unter einander.“

    „Die Darstellung von zwei unbekleideten Menschen, die auf einem Nachttisch offensichtlich kopulieren, hat im öffentlichen Raum (Weg zum Kindergarten, Schulweg, Spielplatz usw.) nichts zu suchen. Wir halten daher ein Eingreifen des Oberbürgermeisters als Ordnungsbehörde für angezeigt, da durch die öffentliche Darstellung der Sexszenen eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 119 Abs. 3 OWiG gegeben ist.“

    sowie

    „In dieser Comicform stellen die Plakate auch eine Verharmlosung der Aids-Erkrankung und der HIV-Infektion dar. Die Aids-Krankheit stellt noch in vielen Ländern ein Todesurteil dar und ist auch in Deutschland nicht heilbar. Aids –Prävention muss der Ernsthaftigkeit dieses Thema und dem Schicksal der Betroffenen gerecht werden, sie ist damit keine Spaßthematik.“

    Aber was ist denn nun wirklich auf den Plakaten der „LIEBESLEBEN-Kampagne“, wie sie offiziell heißt, abgebildet? Seht einfach selbst: http://www.liebesleben.de/ oder http://www.bzga.de/infomaterialien/?sid=349

    Ich will die Comics jetzt gar nicht groß analysieren. Nur was daran pornografisch sein soll, erschließt sich mir einfach nicht. Weder sind dort Geschlechtsteile abgebildet (nicht einmal Brüste kann man sehen) noch ist dies in irgendeiner Weise irritierend bzw. entwicklungsschädigend für Kinder. Ich kann auch einfach nicht erkennen, was daran grob anstößig sein soll. Wo bitte leben wir denn? Im Mittelalter?

    Das einzige was ein 5-Jähriger hier fragen/sagen würde, ist: „Guck mal: ein Nackedei“. Letztendlich gehen Kinder einfach daran vorbei oder Lachen, weil die karikierten Menschen so große Augen haben. Ganz ehrlich, wenn den offenen Brief, wie geschehen, auch ein Kinderarzt unterschreibt, dann frag ich mich, in welchem Universum der lebt. Ich habe eher erhebliche Zweifel an Hernn Dr. Balkes Fähigkeit zum Verständnis über die geistige und sexuelle Entwicklung von Kindern. Leider steht die CDU mit ihrer „Kritik“ nicht alleine. Im Netz tummeln sich bereits etliche Beschwerden und Kommentare in pseudomoralischer Form. Da wird die Kampagne als vulgär, geschmacklos, unverschämt… und die Comics u.a. als „dreckige Sex-Zeichnungen“ bezeichnet.

    Gewalt ja, Brüste nein

     

    Und der zweite Vorwurf, die Comics seien in Bezug auf Aids und HIV verharmlosend, ist nicht minder albern. Kann es sein, dass die in der Zeit stehen gebliebenen Greifswalder Christdemokraten zum Lachen in den Keller gehen? Kann es sein, das sie Karikaturen, Comics, Cartoons und Co. als Stilmittel einfach nicht verstehen? Mitnichten tun Comics das abgebildete Thema als „Spaßthematik“ ab. Und seit wann darf man über ernste Themen nicht lachen bzw. schmunzeln? Was kommt als nächstes? Vielleicht ein Verbot von Mohammed- oder Papst-Karrikaturen aufgrund der aktuellen Religionsdebatte? Eine Untersagung, dass der bekannte „Nichtlustig“-Zeichner seine Comics vom „Tod“ nicht weiterführen darf? Was ist mit dem Comedian Chriss Tall, muss er demnächst auf seine Witze über Behinderte verzichten, weil einige CDUler die dahinter stehende Intention nicht verstehen? Müssen ernste Themen ausschließlich mit böser oder trauernder Mine angegangen werden?

    Gehört sexuelle Aufklärung abgeschafft? Wenn es nach den Lokalpolitikern Hochschild, Balke und Co. oder all den Meinungsmache betreibenden Hobbymoralisten gehen würde, wohl Ja. Oswald Kolle, Alfred Charles Kinsey, Erika Berger… würden sich im Grabe umdrehen.

    Ja es ist genau so wie in der aktuellen Facebook-Debatte, wonach das Portal keine Veröffentlichung von Brüsten zulässt. Aber Hetze, Rechte Propaganda, Aufrufe zur Selbstjustiz erlaubt sind. Wo greift da der Schutz der Kinder? Wo wird auf die Entwicklung von Minderjährigen geachtet, in all den Darstellungen das momentanen Zombie-Hypes. Blutverschmierte „Helden“ mit jeglicher Art von Tötungsgerät durch die Lande streifend schlachten sich durch Reihen von Monstern. In zahlreichen Mangas und Comics ohne Altersbeschränkung werden Gewalt und Schwarz-Weiß-Denken verharmlost. All das ist OK. Aber zwei „turnende“ Zeichentrickmänner, bei dehnen nur Jugendliche und Erwachsene die sexuelle Andeutung erkennen, sind obszön. Ich verstehe…

     

    Sehr geehrte Greifswalder CDU-Bürgerschaftsfraktion,

    Holt mal die Stöcker aus euren Ä…!

     

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